Bosch Service sehr kompetent

Um zu klären ob das System für uns in Frage kommt, stellt sich uns die Frage ob wir mehr als ein Gateway verwenden könnten. Rademacher hat es vorgemacht – insgesamt haben sie vier Gateways hier in München verbaut.

Die schlechte Nachricht: Bosch kann nur ein Gateway in die App einbinden. Da keine Weboberfläche verfügbar ist und auch keine API, scheint es immer schwieriger zu werden sich für dieses System auszusprechen.

Die gute Nachricht: Herr Frögl vom kostenfreien telefonischen Support meinte, dass man das zu einem späteren Zeitpunkt ggf. über die “Twingards” machen könnte. Das sind eigentlich Rauchmelder, bringen aber ihr eigenes Gateway mit. Dort soll es möglich werden, dass mehrere von diesen Gateways eingebunden werden können. Dies konnte er mir aber noch nicht verbindliche “versprechen”. Immerhin verstand er gleich mein Anliegen und hat etwas in Aussicht gestellt. Heißt aber auch… wieder ein anderes Gateway.

Über das Gateway

Bosch schreibt ” Die Kommunikation zwischen Twinguard und Gateway erfolgt verschlüsselt mittels eines ZigBee HA 1.2 Protokolls und proprietärer, herstellerspezifischer Protokollerweiterungen. “

Das wäre ein Fortschritt wenn auch das normale HA 1.2 Protokoll unterstützt würde. Theoretisch könnte der Rauchmelder also auch am aktuellen Gateway installiert werden – warum man hier gleich mehrere Gateways anbietet ist unklar. Ob dann auch die aktuellen Smart Home Komponenten am Twingard-Gateway verwendet werden können ist auch offen, da diese ja bekanntlich nicht auf 2,4 GHz (Zigbee Standard) funken.

Links das Twingard, rechts das aktuelle das wir auch im Büro haben

Bosch Thermostat lässt sich endlich einbinden

Eines der Probleme hier im Büro der Elektrastaße 6a sind die Ventile der Heizkörper. Diese haben einen extrem langen Stellweg, so dass die Thermostate die es zu kaufen gibt, kaum den hub aufbringen um die Heizung zu stellen. Das ist auch ein Problem der bisher eingesetzten Thermostate.

Auf dem Bild oben ist zu sehen, wie der Thermostat in der App eingebunden ist. Links noch etwas Sekundenkleber (der ist aktuell noch für die Erstinstallation notwendig) und drüber die von Moritz erstellten Prototypen der Ventilverlängerungen.

An dieser Stelle bedanken wir uns noch bei der Geschäftsführung die uns neues Filament zur Verfügung gestellt hat. Das vorher verwendete war einfach zu weich, das neue (ABS) hält den Belastungen der ersten Versuche viel besser stand. Ob wir überhaut welche aus Metall benötigen, müssen wir noch prüfen. Aktuell würde ich die hier dargestellten bevorzugen.


Der Themostat “bei der Arbeit”. Aktuell steht er auf “Manuell” – in der App gibt es aber die Möglichkeit auch Heizpläne zu erstellen. Neben dem Thermostat haben wir ein Fensterkontakt, der das Thermostat “ausschaltet” wenn jemand das Fenster öffnet (offen lässt).

Wie geht es weiter?

Im ersten Schritt müssen wir mal schauen ob das Bosch System das richtige für uns ist. Dem Werbeversprechen zum trotz, ist bisher kein Zigbee Gerät einbindbar. Wenn man Zigbee Leuchten einbinden möchte, braucht man aktuell noch ein Hue Gateway. Für was dann allerdings die 2,4 GHz Frequenz und die “Werbung” stehen ist noch völlig unklar. Alle von Bosch zu kaufenden Aktoren funken auf einer eigenen Frequenz mit einem properitären Protokoll. Da keine Weboberfläche und keine API zur Verfügung steht, ist fraglich ob es das richtige System für uns ist. Trotzdem werden wir prüfen was man sonst noch so alles damit anstellen kann. Vielleicht gelingt uns mehr als aktuell möglich scheint.

Was haben wir gelernt?

Wir wissen, dass wir jedes Thermostat dazu bringen hier zu funktionieren. Wir haben einiges über 3D Druck gelernt und welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Filamente haben. Rapid Prototyping ist eine feine Sache. Auch hier noch mein Dank an die Auszubildenden Mark und Moritz die hier Tatkräftig unterstütz haben.

Überarbeitete 3D-Modelle

Da der Heizungsstellwerkantrieb das vorherige 3D-Modell deformiert hat, da dieses nicht massiv gedruckt war. Zudem kommt das Problem, dass der Stellwerkantrieb von Bosch trotz der Verlängerung das Heizungsventil nicht erreichen. Daher wurde das vorherige Modell erneut überarbeitet und nun wird das Heizungsventil weiter verlängert. Ein Test wird noch folgen.

Das fertige 3D Modell in den Verlängerungsstufen 1mm, 1,5mm und 2mm

Besser passende 3D Modelle der Verlängerung für Ventile

Die alte Heizungsventilverlängerung funktionierte nur für begrenzte Zeit. Beim Versuch den Stellwerkantrieb durch den einer anderen Marke auszutauschen wurde die Heizungsventilverlängerung deformiert und war für ihren Einsatzzweck nicht mehr verwendbar.Deshalb wurden neue 3D-Modelle erstellt, welche besser auf das Ventil passen sollen und das Heizungsventil weiter verlängern.

Orange im Bild: die neuen Ventilverlängerungen für Rademacher und Bosch’s Stellwerkantriebe
Grau im Bild: die alte
Verlängerung

?Viele Geräte, viele Standards

Aktuell sind wir noch bei der Bestandsaufnahme. Was sich rausstellt – viele der bereits angeschafften Geräte können bereits vernetzt werden. Problem ist, dass hier unterschiedliche Hersteller mit unterschiedlichen Verfahren und Protokollen arbeiten. Teilweise wird in einer späteren Entscheidung auch mal was geändert.

Beispiel:

Miele – konnte man ältere Geräte mit Zigbee verbinden, so wird bei den aktuellen Modellen auf WLAN gesetzt. So ein WLAN Modul lässt man sich auch gut bezahlen. Knapp 90 – 100 Euronen, nicht schlecht für ein Pfennigartikel.

Was gibt es denn schon alles?

Neben den bereits beschriebenen Thermosten gibt es Miele Waschmanschine und Trockner in den spanischen Räumen. Zusätzlich wurden dort zwei Lampen angeschafft. Die Miele Geräte funken auf WLAN, die Lampen auf Zigbee (gut noch nicht, weil kein Gateway vorhanden, aber das wird noch).

Wie geht es weiter:

Gute Frage… die Problematik mit den Heizkörperventilen ist noch nicht gelöst. Mal sehen… wir haben im Büro in München wohl auch eine Lampe die man per LAN steuern kann, dass schaut sich mein Kollege und Mitautor an. 

Ziel der Aktion?

Übergeordnetes Ziel:

  • Idee: Derzeit gibt es wenige bis keine Anbieter die Anlagen für die Nachrüstung von großen Gebäuden mit etwas älterer Technik (z.B. Radiatoren als Heizung) bedienen können.
  • Ziel ist nicht ein „Smart Home“ zu erstellen, sondern ein Smart Büro (große Anlage)

Ziele zum erreichen des übergeordneten Ziels:

  • Verschiedene Steuerungen im Haus etablieren (Nachbarschaft 2.0)
  • z.B.:
    • Rolladensteuerung
    • Heizungssteuerung
    • Lichtsteuerung
    • Erkennung von Zuständen (z.B: offenes Fenster)
  • Partnerschaften wie derzeit mit einigen Firmen weiter etablieren
  • Neue Partnerschaften mit unseren derzeitigen Kunden intensivieren

Erste Schritte:

  • Die aktuelle Heizungssteuerung ist nicht mehr ausreichend. Daher soll diese auf einen aktuellen Stand gebracht werden um diese Smart zu steuern (siehe Unteraufgaben)

Weitere Schritte:

  • Lichtsteuerung
  • Sensoren für Fenster/Türen